Jann-Cassen Drews
Nach über 20 Jahren in der Jagdhundausbildung trat vor 9 Jahren Willow in mein Leben. Ich hatte mich vorher über Bordercollies informiert und war mir sicher, daß ich hier neue Wege der Ausbildung beschreiten mußte. Zum Glück traf ich bereits in der Welpenstunde einen erfahrenen und motivierten Trainer, Tom Bode, der bereit war mich in meinem Bestreben zu unterstützen. Nach über einem Jahr intensiver Ausbildung, dem Besuch verschiedener Seminare und dem Studium von mehr als hundert Büchern, reifte in mir der Entschluß mit der Eröffnung einer Hundeschule, auch andere Hundebesitzer zu unterstützen und ihnen bei ihren Problemen zu helfen. Hund und Mensch- auf einem Weg wurde gegründet.
Nach jetzt so vielen Jahren täglicher Beschäftigung mit Hund und Mensch kann ich sagen, daß die Thematik nichts von ihrer Faszination verloren hat. Der Fortschritt und die neuen Erkenntnisse die, gerade auf dem Gebiet der Verhaltensforschung in der neueren Zeit, gewonnen wurden, spornen mich an, immer dazu zu lernen, um auf alle Themen kompetent zu reagieren. Sei es nun was Ausbildung, Sport oder Problembehandlung betrifft. Am 15.10.11 ist Leo ein Golden Retriever
bei uns eingezogen.
An erster Stelle steht für mich, Hund und Mensch das tägliche Zusammenleben zu erleichtern und diesem Team ein harmonisches Miteinander zu ermöglichen. Dafür bilde ich mich weiterhin fort. Ein Hund ist ein Stuck Lebensqualität und soll unser tägliches Leben ergänzen und bereichern.
Frodo:
Einige werden sich fragen, wo Frodo ist.
Er lebt seit zwei Wochen nicht mehr in unserem Haushalt.
Der Grund ist, dass Frodo von seiner genetischen Grundvoraussetzung es unmöglich machte, ihn weiter in unserem Hause zu behalten. Was ich wußte war, dass seine Mutter ein sehr ängstlicher Hund ist. Was ich nicht wußte ist, dass der Vater ebenfalls durch extrem ängstliches Verhalten auffällig geworden war. Frodo hat von beiden Elternteilen, diese Angst mitbekommen. Ein zusätzliches Problem ist, dass er außerdem über einen aktiven Verteidigungsreflex verfügt.
Da wir in unserer Familie ein Kind haben, dass nicht nur körperlich, sondern auch geistig leicht behindert ist, war ein Restrisiko nicht auszuschliessen. Nach Rücksprache mit verschiedenen Experten, blieb mir nichts anderes übrig, als Frodo in die Hände einer anderen Person zu geben. Hier ist er Einzelhund, ohne Kinder. Aber nichts desto trotz, wird er entsprechend seiner Veranlagerung gefördert und gefordert.
Als Hundetrainer sollte man nicht so blauäugig sein, alles therapieren zu können. Der Schritt ist mir sehr schwer gefallen. Ich stehe weiterhin in Kontakt mit Frodo und seiner neuen Besitzerin.
